Mit freundlicher Genehmigung des Brigg Verlages Augsburg
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Ich war die dritte von fünf Töchtern, aber leider überlebte keine meiner Schwestern das Kleinkindalter. So blieb ich halt allein, wenngleich ich auch einen jüngeren Bruder hatte - aber pscht! Das ist Papas Geheimnis. Meine Kindheit war trotzdem alles andere als einsam, denn ich hatte viele Freundinnen und eine stattliche Anzahl Cousins und Cousinen. Spektakuläres gibt es dennoch nicht zu berichten, noch war alles ganz normal.
Dieses Portrait von mir als Neunzehnjährige mit der traditionellen goldenen Riegelhaube - und der Rose der Liebe - blieb als einziges erhalten, dank meines Cousins und seiner Familie. Manche von
Euch werden es kennen, denn es ist das, welches ich meinem Vetter Ende 1777 nach Mannheim schickte. Die Ähnlichkeit? Nun, sagen wir mal so, die wirklich guten Portrait-Maler konnte ich mir nicht leisten; daher ließ ich es an der Akademie von einem Zeichenschüler von Herrn Rektor Mertens anfertigen. Dennoch ich finde mich durchaus ganz gut getroffen. Und Wolfgangs kleine Ergänzungen amüsieren mich nur.
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